Vom Pferdegespann zur Speziallogistik

Mehr als 92 Jahre Bewegung.

Seit 1933 entwickelt sich Wiedemeyer von einem kleinen Familienbetrieb zu einem Spezial-Logistikunternehmen mit Erfahrung, Fuhrpark und verlässlicher Disposition. Die wichtigsten Stationen erzählen, wie aus einfachen Transporten anspruchsvolle Logistik wurde.

Gründung

Wie alles begann

1933

Das Jahr 1933 war geprägt durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten und das Ende der Weimarer Republik. In dieser schwierigen Zeit des Umbruchs begann Anton Wiedemeyer mit nur einem Pferdegespann.

Er transportierte Kohlen und Kartoffeln und fuhr bei Hochzeiten und Beerdigungen. Hierfür setzte er seine Spezialfahrzeuge ein: Hochzeits- und Beerdigungskutschen. So brachte er sich und seine Familie durch die Zeit des Dritten Reiches.

1 Pferdegespann

Motorisierung

Der erste Lkw

1948

Ein Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens bestand in der Anschaffung des ersten Lkws im Jahr 1948.

Sechs Jahre später wurden die letzten vier Pferde in den Ruhestand versetzt. Aus dem Fuhrbetrieb mit Pferdegespannen wurde Schritt für Schritt ein moderner Transportbetrieb.

Der erste Lastkraftwagen

Generationenwechsel

Heinrich Wiedemeyer

1950

1950 übernahm Heinrich Wiedemeyer, der bereits 1945 als Junior in die Firma kam, die Führung des Unternehmens.

Er prägte die Entwicklung des Betriebs bis zu seinem Tod im Jahr 1965 und führte Wiedemeyer durch wichtige Jahre des Wiederaufbaus und der Neuordnung.

Führung in zweiter Generation

Aufschwung

Von Helene zu Bernd Wiedemeyer

1965

Von 1965 an führte Helene Wiedemeyer die Firma, bis im Jahr 1969 Bernd Wiedemeyer die Geschäftsführung übernahm.

Zu diesem Zeitpunkt verfügte das Unternehmen bereits über sieben Lkw. Von nun an ging es steil bergauf.

7 Lkw im Jahr 1969

Spezialisierung

Der Weg zum Spezialtransport

1970er

Ab Mitte der 70er Jahre verlagerte sich die Hauptaktivität des Unternehmens auf die Durchführung von Spezialtransporten.

Tieflader, Tiefbetten und Telesattel wurden zu wichtigen Werkzeugen für anspruchsvolle Aufgaben. 1973 lernten sich Bernd und Sigrid Wiedemeyer kennen, 1975 gaben sie sich das Ja-Wort und 1977 wurde Matthias Wiedemeyer geboren.

Tieflader, Tiefbetten, Telesattel

50 Jahre Wiedemeyer

Familienunternehmen mit Kraft

1983

Im Jahr 1983 zählte das Familienunternehmen bereits mehr als 25 Mitarbeiter, darunter 7 Auszubildende.

Befördert wurden Bagger, Kräne, Konstruktionsteile mit Überlänge oder Überbreite, Rolltreppen und Fertighäuser in Einzelteilen. Lasten bis zu 50 Tonnen wurden damals im In- und Ausland transportiert. Die 16 Zugmaschinen mit Aufliegern legten rund eine Million Kilometer im Jahr zurück.

25 Mitarbeitende, 16 Zugmaschinen

Standortausbau

Neue Hallen für wachsende Logistikaufgaben

1996

Mit dem Erwerb der ehemaligen REME-Produktionshallen in Wetter erweitert Wiedemeyer die räumliche Basis des Unternehmens deutlich.

Die vorhandene Infrastruktur schafft wichtige Voraussetzungen für Lagerung, Umschlag und den Ausbau der Coil-Logistik - ein Leistungsbereich, der sich bis heute zu einer zentralen Kompetenz entwickelt hat.

Erwerb der ehemaligen REME-Produktionshallen

Nachfolge

Der Generationenwechsel beginnt

2003

Mit Matthias Wiedemeyer übernimmt die nächste Generation schrittweise Verantwortung im Unternehmen. 2003 wird er Prokurist und prägt fortan die Weiterentwicklung von Disposition, Fuhrpark und Projektgeschäft mit.

Der Übergang wird bewusst langfristig vorbereitet - im Sinne eines Familienunternehmens, das Kontinuität und Erneuerung miteinander verbindet.

Matthias Wiedemeyer wird Prokurist

Hallenkapazitäten

Mehr Raum für schwere Aufgaben

2005

Mit zusätzlichen Hallenflächen in Witten erweitert Wiedemeyer die Möglichkeiten für Einlagerung, Umschlag und projektbezogene Arbeiten.

Besonders die vorhandenen Krananlagen - unter anderem mit Traglasten bis 150 Tonnen - schaffen Spielraum für schwere Komponenten und anspruchsvolle Industrieaufgaben.

Hallen mit Krananlagen bis 150 t

Jubiläum

75 Jahre Wiedemeyer

2008

2008 blicken wir auf 75 Jahre Unternehmensgeschichte zurück - von den ersten Transporten mit dem Pferdegespann bis zum spezialisierten Logistikpartner.

Das Jubiläum ist vor allem ein Moment des Dankes: an die Familie, die Belegschaft, langjährige Kunden und alle, die die Entwicklung des Unternehmens mitgetragen haben.

Drei Vierteljahrhunderte Familienunternehmen

Fuhrpark

Technik für anspruchsvollere Transporte

2010-2014

Zwischen 2010 und 2014 wird der Fuhrpark kontinuierlich erweitert und auf wachsende Anforderungen im Spezialtransport ausgerichtet.

Neue Fahrzeugtechnik - darunter 5-Achs-Auflieger mit 60 Tonnen Nutzlast, hoher Punktlast, Edscha-Verdeck, Coilmulde sowie Lenk- und Liftachsen - erhöht die Flexibilität bei schweren, sensiblen und terminrelevanten Transporten.

60 t Nutzlast, 12,50 m Ladelänge

Standorte

40.000 m² für Lagerung und Produktion

2016

Wiedemeyer baut die Hallenkapazitäten an den Standorten Wetter, Hattingen und Ennepetal weiter aus.

Mit Krananlagen und flexibel nutzbaren Flächen entstehen rund 40.000 m² Produktions- und Lagerhallen im Ruhrgebiet - ein wichtiger Baustein für ganzheitliche Logistiklösungen.

Wetter, Hattingen und Ennepetal

Generationenwechsel

Matthias Wiedemeyer übernimmt die Geschäftsführung

2016

2016 wird der über Jahre vorbereitete Generationenwechsel vollzogen: Matthias Wiedemeyer übernimmt das Ruder als Geschäftsführer.

Bernd Wiedemeyer zieht sich aus der Geschäftsführung zurück und begleitet das Unternehmen weiter als Prokurist - mit Erfahrung, Vertrauen und dem Blick für Kontinuität.

Bernd Wiedemeyer bleibt als Prokurist verbunden

Krisenjahre

Weiterarbeiten, wenn es schwierig wird

2021/22

Die Corona-Zeit und das Ruhr-Hochwasser stellen Wiedemeyer 2021 und 2022 vor besondere Herausforderungen.

Viele Abläufe müssen neu organisiert, Schäden bewältigt und Kunden weiterhin zuverlässig unterstützt werden. In dieser Phase zeigt sich, was das Unternehmen seit Generationen trägt: Zusammenhalt, Improvisationskraft und der Wille, weiterzumachen.

Corona und Ruhr-Hochwasser

Nächste Generation

Drei Generationen im Einsatz

2026

2026 macht Tom Wiedemeyer sein erstes Praktikum im Betrieb und erlebt die Arbeit des Familienunternehmens aus nächster Nähe.

Damit sind Bernd, Matthias und Tom Wiedemeyer zugleich Teil des Unternehmensalltags - drei Generationen, die Erfahrung, Verantwortung und Zukunft miteinander verbinden.

Tom Wiedemeyer sammelt erste Praxiserfahrung